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Am 05.09.2012 verliess unsere Stute Luzia das irdische Dasein. Ihre Arthrose war so sehr fortgeschritten, dass sie kaum laufen konnte und so erlöst werden musste.

Jetzt galoppiert sie beschwerdenfrei im Pferdehimmel.

Ich danke den Betreuer der Pferdestiftung Le Roselet ganz herzlich für ihre tolle und einfühlsame Betreuung und Fursorge.

Danke Luzia für die gemeinsame Stunden. Du wirst mir im Herzen bleiben und durch deine Tochter und Enkeltochter wirst du weiterleben.


Neues Blut als züchterische Herausforderung

Das steht in der Pferdewoche Nr. 45 vom 2. Mai 2012


Da der Bericht kaum zu lesen ist,, hier die Abschrift, aber ohne Garantie auf Schreibfehler!

Neues Blut als züchterische Herausforderung

Aus der Pferdewoche vom 2. Mai 2012

Lesebrief zum Artikel über die DV des SFZV.

Der Präsident des Freiberger Zuchtverbandes, Bernhard Beuret, hat an der DV auch die Frage nach neuem Blut angesprochen und dazu gesagt, dass dies sehr heikel und seitens der Züchter sehr umstritten sei. Tatsächlich gibt es Züchter, die auf dem bestehenden Blut weiterarbeiten wollen und dies auch sehr erfolgreich machen. Dann gibt es jedoch je länger und mehr Züchter, die eine züchterische Chance sehen, wenn wieder mal neue! s Blut in den Freiberger kommt. Wir brauchen beide, unter dem Motto, das tun und das andere nicht lassen. Immerhin darf es ein kleiner Fortschritt bezeichnet werden, wenn jetzt doch öffentlich über das Thema informiert wird und die Züchter die erste interessante Frage, welcher Hengst sich dazu eignen würde, stellen. Geht man vom Hengstangebot des ZVCH aus, so würden gut zehn Hengste in eine engere Wahl kommen, die weder zu gross, noch Schimmel sind und als kombinierte Hengste in der Warmblutszene einen Namen gemacht haben.

Bei der Stutenauswahl müssten die aktuellen Linien berücksichtigt und Stuten mit unterschiedlichem Fremdblutanteil – alle in überdurchschnittlichen Qualität- ausgewählt werden. Heikel ist die ganze Sache nur, wenn ein solcher Zuchtversuch nicht einer konsequenten Führung und Kontrolle dur! ch den Verband unterstellt wird. Wichtig dabei ist auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Nationalgestüt. Die Befürchtungen von Beuret, dass mit dem Einkreuzen das Erscheinungsbild und der Charakter des Freibergers geändert würde, können als gering eingestuft werden, wenn es nicht zu keiner Verdrängungskreuzung kommt und für die Hengste, die schlussendlich die Zuchtprüfungen erfolgreich hinter sich bringen, das neue Blut über ein F1- oder noch besser F2-Produkt wieder genügend verdünnt wurde und ein genügend breiter Blutanschluss auf die bestehende FM-Genetik gegeben ist. Letztlich darf man nicht vergessen, dass eine seriöse Einführung neuen Blutes sehr viel Zeit braucht und darum sollte mit dem Versuch in den kommende Deckperiode begonnen werden können. Neues Blut bringt aber auch neuen Schwung in die Freibergerzucht und zeigt, dass die Züchter und der Verband die Z! ukunft des Freibergers aktiv mitgestalten und die Freibergerzucht über hervorragende und erfahrende Züchter und Züchterinnen verfügt. Hengste, die für den Versuch in Frage kämen, wären zum Beispiel: Aquilino ( Argentinus- Zeus AA) , Carentino VZ ( Caretino – Caletto) , Concerto du Semnoz ( Quidam de Rével- Fragile), Crokus ( Comet-Larzac), Digne Coeur ( Oberon du Moulin- Taylor X AA), Himmerdor ( Nimmerdor – Gurioso), Italo ( Idéal du Pichoux – Lysander) und Tinkas Boy ( Zuidpool- Zeus AA).

Rolf Bleisch

Zell LU

Meine Antwort, falls sie veröffentlicht wird:

Wehret den Anfängen, bevor es zu spät ist!


Betrifft Pferdewoche vom 2.Mai “ Neues Blut als züchterische Herausforderung“.

Ich habe den Eindruck, dass der Schreibende von dieser Rasse keine Ahnung hat. Würde er einen waschechten, typischen Freiberger besitzen bzw. züchten, würde er die wirklichen Vorzüge der Rasse besser kennen und nicht so eine Verherrlichung über neues Blut schreiben und mit den Befürworter solidarisch vereint sein. Ich habe auch den Verdacht, dass da ein richtiges „Zwängele“ und „Töibele“ ist seitens einiger Verbandsvorstandsmitglieder und namhafte, bekannte Züchterkreisen um mit allen Mitteln das neue Blut einzuführen und zwar solange bis der letzte Widerstand gebrochen ist. Die wichtigen Fakten werden (bewusst) verschwiegen oder Kritiken unterdrückt um so die Züchter, für dumm zu verkaufen, damit der Wille einiger einflussreiche Züchter durchgesetzt wird. Anderseits kommen viele spezifische Informationen auf einem Schlag und das kann kaum Zufall sein. Die Rasse ist, wegen ein paar Zahlen aus dem Computer, inzuchtgefährdet und plötzlich ist die Linienzucht verteufelt (Churchill sagte schon: Ich glaube nur die Statistiken, die ich selber verfälscht habe).Die Erbkrankheit CLF (seit 10 Jahren bekannt und verschwiegen), die den Bestand gefährdet und somit neues Blut nötig ist und die passenden Hengstvorschläge sind auch parat. Es ist leicht versprochen, dass durch das neue Blut keine Verdrängungszucht gibt, das Erscheinungsbild und Charakter nicht verändert. An der DV wurde Parallelen mit der Freiburgerkuh gezogen. Wenn so ein Vergleich gemacht wird, dann bitte die ganze Version erzählen und nicht nur ein Quendel. Fakt ist, diese Rindviehrasse, nicht anhand des Gendefekts, sondern allein durch die Verdrängungszucht der Holstein-Frieslands (aus Wirtschaftsgründen) ausgestorben ist. Die paar Missbildungen hat die Sache nur beschleunigt. Ausserdem konnte man in den 50er Jahre noch keine DNA-Analyse machen, so dass man damals lange nicht herausgefunden hat, wo diese genetische Missbildung kam. Wenn man schon darüber redet, dass man nicht den gleichen Fehler macht wie bei dem Freiburgerrindvieh, dann darf man nicht durch frisches Blut die Freibergerrasse in der ursprünglichen Form verändern. Wenn die ursprüngliche Form einmal ausgestorben ist, kann man sie nicht mehr zurückholen! Die Ausrede, es ist immer wieder neues Blut in die Rasse eingeflossen, aber es wird immer wieder (absichtlich) vergessen, dass früher neben dem Warmblut auch gleichviel Kaltblut in die Rasse kam und durch die hohe Anzahl des Bestandes im Gleichgewicht blieb. Dieser Spruch sollte endgültig aus den Köpfen verbannt sein und endlich z akzeptieren, dass seit 1997 das Zuchtbuch geschlossen ist. Es ist genügend Material da um die Inzucht in Grenzen zu halten. Ein guter Züchter kann mit dem bestehendem Material „arbeiten“ und beachtet die einfachen Formel: Frühestens Cousin und Cousine paaren und achtet, dass bei den Eltern und Grosseltern nicht der gleiche Hengst bzw. die gleiche Stute ist. Dank der Linienzucht gab es immer wieder gute Vererber. Das CLF-Problem hätte man ! anders lösen können: Die betroffenen Hengste hätte man auslaufen lassen und mit dem Test die Nachkommen der betroffenen Tiere testen und so nur die CLF-trägerfreie Hengstanwärter als Aufgabe des SFZV nachziehen und kören. Stattdessen ist der gute Ruf der betroffenen Hengste und dessen Nachkommen jetzt im Eimer. Wenn hier einige Züchter meinen, dass der Freiberger zu klobig und wenig Temperament hat, dann haben sie eindeutig aufs falsche Pferd gesetzt und sollen schleunigst umsatteln! Mit dem neuen Blutzufuhr, dazu mit staatlichem Geld gefördert, gefährden die Befürworter nicht nur der gute Ruf des Freibergers, sondern auch den Markt, da der Freiberger als billigen Sportpferdersatz verkauft wird und so die hochqualitativen Schweizer Sportpferde, die bis zur Olympia schaffen, verdrängen. Ich kann dann sowas gut nachvollziehen, wenn dies die Sportpferdezüchter zur Weissglut bringt und den Freibergerzüchter dann sämtliche Verwünschungen ausrufen (Leider trifft es dann die Falschen).

Wehret den Anfängen! Wenn die ursprüngliche Form verloren geht, dann kann man sie nicht zurückholen. Der Freiberger war /ist ein Arbeitspferd. Ein leichtes Kaltblut und so soll er auch bleiben. Wer dies nicht akzeptieren will, dann hat er die Zucht und das wahre Wesen des Freibergers nicht verstanden. In der heutigen Zeit, wo die Leute kaum Bezug zum Tier haben, braucht es „dubelisichere“ Freizeitpferde. Eine Eigenschaft, die der Freiberger hat, wenn er die heutige und ursprüngliche Form behält. Wenn Züchter oder Besitzer mit dem Freiberger unterfordert ist, dann empfehle ich das Sportpferd. Sie sind für sportliche Herausforderungen hervorragend geschaffen.

Zusätzliche persönliche Bemerkung:


Eine Rasse braucht im Durchschnitt etwa 50 Jahren bis er durchgezüchtet ist. Danach kann es ein Frischblut ertragen ,sofern es für eine possitive Eigenschaft führt, aber die Ursprünglichkeit der Rasse nicht gefährdet.
In der Freibergerzucht sind momentan 11 Hengstlinien vertreten auf 200 Hengsten. (Linienmässig ungleich verteilt. N- und H -Linie dominierend) Es sind etwa 2500 Zuchtstuten, die jährlich ein Fohlen haben. Wie ist denn da möglich, dass eine Inzuchtgefahr ist? Andere Rassen , die älter als 100 Jahren sind, schaffen es mit wenigerem Material ohne dass es Inzuchtdepressionen gibt. Warum funktioniert es nicht beim Freiberger?
Um eine Besserung oder Schwung in die Rasse zu bringen, muss genügend Grundmaterial vorhanden sein und dies ist nicht der Fall. Somit muss einerseits der Fremdblut auf 0 gesenkt und anderseits die Basis massiv gefördert werden, bevor wieder vermischt werden kann.
Es ist wie in der Malerei: Um ein gutes Ergebnis einer Mischfarbe zu bekommen, braucht es die drei Grundfarben. (rot, gelb und blau). Es ist leichter mit den Grundfarben als Ausgangsmaterial das Gewünschte zu erzielen, anstatt mit der gemischte Farbe zu experimentieren. Meistens endet das in einer Katastrophe.
Daher bin ich immer noch dafür, dass Basispferde und die andern getrennt beurteilt werden sollen, Bei der Hengsten soll von jeder Linie gleichmässig viel vorhanden sein (ca.18 Hengste pro Linie),1/3 der Gekörten stammen von der Grundbasis ab und es wird berücksichtigt, wer am wenigsten Blut hat.( Die N-Linie tut sich sehr schwer das Fremblut zu senken, obwohl sie schon seit 20 jahren existiert.). Beim Feldtest soll neben der Fahr- und Reiteignung, auch ein Schwachholzziehen und Zugkraft eingeführt werden. (bessere Zuchtwerte, breiterere Ergebnisse und gezieltere Beratung der Vermarktung)
Die RRFB-Pferde werden (momentan) nicht einbezogen, aber Nachkommen das ein Elternteil bis zu 2% Fremdblut hat und ein Elternteil von einem RRFB-Pferd abstammen sollen ABSTAMMUNGSAUSWEISE bekommen und ins Stud-Book eingeschrieben sein und KEIN Identifikationspapier und ins Register.
Als im Jahre 1997 das Zuchtbuch geschlossen wurde, hätten die Verantwortlichen des Verbandes ganz gezielte Massnahmen ergreifen sollen. Das heisst: Zuerst eine Bestandesaufnahme der vorhandenen Linien und dann gezielte Massnahmen. Auch hätten sie damals die Befürchtungen von der IGOFM ernst nehmen sollen. Dann gäbe es heute keine Inzuchtgefahr , eine gute verteilung der Linien und auch das Fremdblut wäre mit kosnsequenten Massnahmen auf Null. ( Die Prozentualanteile hinter der Kommastelle ist wirklich nur noch ein "Atomteilchen")
Dann könnte man heute fragen: Braucht es wirklich eine Frischblutzufuhr oder reicht es die Selektionierung um einen Sport- und ein Arbeittyp zu züchten. ( Die Fjordpferde waren auch Arbeitspferde und nur durch die reine Selektionierung schafften sie zu ein beliebtes Freizeitperd)